27 bayerische Drachenbootsportler bei WM in Frankfreich
An 14 Medaillen beteiligt

Mit einem großen Aufgebot von 27 Drachenbootpaddler (1 x TGW Heidingsfeld, 2 x MTV München, 10 x TSV Lohr und 14 x SSKC Aschaffenburg) war Bayern auf der 3. ICF Drachenboot Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften vertreten. Die Sportler waren an 6 Titeln, 4 Silber und 4 Bronzemedaillen beteiligt. Aber...
Ein Wermutstropfen trübt die tolle Bilanz. Denn alle Bayern starteten für den Drachenbootclub „Beider Basel“ aus der Schweiz. Die Gründe liegen zum einen im finanziellen Bereich und zum Andern daran, dass wir in Bayern immer noch keine schlagkräftigen Teams bilden konnten. Obwohl, der erste Schritt ist getan. Der BKV Referent für das Drachenbootwesen, Klaus Höfling aus Lohr versucht in Unterfranken die Mastersteams vom TSV Lohr und vom SSKC Aschaffenburg zusammenzufügen, um bei größeren Veranstaltungen ein konkurrenzfähiges Boot stellen zu können.

Doch zurück zur WM in Geradmer / Frankreich. Genau eine Woche nach dem Flachwasser WorldCup wurde auf der gleichen Strecke die Club Crew WM ausgetragen. 38 Mannschaften aus 13 Nationen hatten für die verschiedenen Klassen gemeldet. Es wurden Wettbewerbe bei den Senioren (Leistungsklasse) und Masters (über 40) auf den Strecken 200, 500 und 1.000m ausgetragen.

Bei den Senioren wurden die bayerischen Farben durch Heike Lauer (TGW), Ricarda Kreser (TSV), Sibylle Hübner, Dorothee Putscher und Tim Faßnacht (alle SSKC) vertreten. Die Damen waren äußerst erfolgreich und wurden über die 200m und 500m überraschend deutlich Weltmeister, nachdem sie beim Auftaktrennen über 1.000m „nur“ Silber hinter den Favoriten aus Wuppertal holten. Heike Lauer saß auch im Mixboot, das über 200 und 500m zur Goldmedaille paddelte.

Tim Faßnacht konnte zwar seinen WM Titel vom letzten Jahr nicht verteidigen, holte jedoch im Männerboot über 1.000m und nach einem Fotofinish auch über 200m jeweils eine Bronzemedaille.

Stark vertreten waren die Bayern im Mastersbereich. So war es den Schweizern, als einzige Mannschaft möglich, zwei Herrenteams, ein Damen und ein Mixteam an den Start zu bringen. Die 22 bayerischen Masterpaddler verteilten sich in den verschiedenen Booten und Strecken. Als Krönung konnten sie im Mixboot über 200m und 500m jeweils einen WM Titel erpaddeln. Im erfolgreichen Boot saßen: Anna Ermert (Trommel), Barbara Großmann (beide SSKC), Karin Diehl, Petra Höfling und Peter Rossdeutscher (alle TSV).
Das Damenboot steigerte sich von Rennen zu Rennen. Nachdem es über 1.000m noch deutlich zum Sieg fehlte, wurden die Abstände von Rennen zu Rennen immer geringer. Am Ende fehlten über die 200m lediglich 4/10 sec. um die ersehnte Goldmedaille zu erringen. Aber mit den 3 Silbermedaillen waren die Damen um Trommlerin Christine Sieben, Evi Jackermeier (beide MTV), Karin Diehl, Petra Höfling, Sabine Köpps (alle TSV), Barbara Großmann, Lilo Thönnissen (beide SSKC) mehr als zufrieden.

Aufgerüstet haben die osteuropäischen Länder bei den Herren im Mastersbereich. Was die Russen, Ungarn und Polen aufgeboten hatten, war aller Ehren wert. Wie schwer es gegen diese starken Teams werden würde, zeigten bereits die Vorläufe. Das schweizer Team mit den bayerischen „Franken“ Stephan Schultze, Peter Rossdeutscher, Dieter Pilmeier, Wolfgang Paul, Klaus Höfling, Roland Fischer (alle TSV) und den SSKC Paddlern Gerhard Richter, Dennis Ermert, Roland Eibl, Peter Scheuermeyer, Horst Thönnissen, Wolfgang Neugebauer, Michael Hülsenbeck und Heiner Faßnacht paddelten tolle Zeiten und hätten sicherlich in den Vorjahren alles gewonnen. In diesem Jahr hingen die Medaillen aber wesentlich höher. Knapp wurde es über die 1.000m. Hier schrammte das Team nur knapp am Silber vorbei. Gold ging an Ungarn vor Russland und im Bronzeboot saßen mit Roland Fischer, Peter Rossdeutscher (TSV), Dennis Ermert, Roland Eibl, Michael Hülsenbeck und Heiner Faßnacht (alle SSKC) sechs Drachenbootler aus bayerischen Vereinen. Auch über die 500m reichte es zu einem 3. Platz. Neben den bereits im 1.000m Boot sitzenden Sportlern kamen mit Klaus Höfling, Wolfgang Paul und Dieter Pilmeier (alle TSV), Wolfgang Neugebauer, Gerhard Richter(beide SSKC) weitere Vertreter bayerischer Vereine zum Einsatz. Es gewann diesmal das russische Team vor Ungarn.

Das Resümee dieser WM ist schnell gezogen. Organisation und Umfeld waren WM reif. Die osteuropäischen Länder rüsten weiter auf. Die deutschen Mannschaften sind nicht mehr unschlagbar und leider fehlten die Überseeländer.

Aus bayerischer Sicht zeigt sich, dass der Drachenbootsport immer mehr Anhänger und Aktive findet. Fakt ist jedoch auch, dass es uns in Bayern noch nicht gelungen ist, schlagkräftige Teams zu bilden und wir aus finanziellen Gründen immer noch ins Ausland ausweichen müssen.
Die Hoffnung, dass sich dies in absehbarer Zeit ändert ist da, vielleicht schon zur Drachenboot DM 2007 in München

   
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